Vegane Kosmetik

Das Wohl der Tiere rückt immer weiter in den Lebensmittelpunkt der Gesellschaft. Mittlerweile achten immer mehr Verbraucher darauf, wie genau das Tier gelebt hat und wie es behandelt wurde. Wer sich einmal mit diesem Thema beschäftigt, der merkt schnell, dass fast alle tierischen Produkte, die im Verkauf angeboten werden, aus Massentierhaltung stammen. Die Tiere leiden hier Monate oder sogar Jahre und werden unter kaum vorstellbaren Umständen am Leben gehalten. Das wollen viele Verbraucher nicht mehr unterstützen und entscheiden sich deshalb für eine vegane Lebensweise. Diese basiert auf dem Verzicht tierischer Lebensmittel. Fleisch, Milchprodukte und Zusatzstoffe wie beispielsweise Gelatine sind dann tabu. Was sich zunächst schwierig anhört, ist es eigentlich nicht. Mit ein wenig Übung kann auch die vegane Ernährung sehr abwechslungsreich und gesund gestaltet werden. Doch was hat das alles mit veganer Kosmetik zu tun?

Was ist vegane Kosmetik?

Für viele Tierliebhaber stellt es einen Widerspruch in sich dar, auf tierische Lebensmittel zu verzichten, sich jedoch tagtäglich tierische Produkte in das Gesicht “zu schmieren“. Denn in sehr vielen Kosmetikprodukten sind tierische Inhaltsstoffe enthalten. Welche das genau sind, ist gar nicht so einfach auf den ersten Blick zu erkennen. Deshalb ist es wichtig, sich in diesem Gebiet ausführlich zu informieren. In Haarpflegeprodukten ist beispielsweise häufig Rinderfett enthalten. Der Extrakt von zerdrückten Blattläusen findet sich hingegen in vielen Lippenpflegeprodukten wieder. Ganz abgesehen von den tatsächlichen Inhaltsstoffen, sollte außerdem darauf geachtet werden, dass die Produkte auch nicht an Tieren getestet werden. Denn dabei geht es weitaus grausamer zu, als sich dies die meisten Verbraucherinnen vorstellen.

Vegane Kosmetik ist allerdings nicht so selten, wie dies nun erscheinen mag. Schließlich haben auch die Kosmetikunternehmen erkannt, dass es sich mit einem schlechten Image schlecht verkauft. Und wer möchte schon Produkte verwenden, für die Tiere gequält wurden?
Die vegane Kosmetik hält allerlei bereit. Mit etwas Übung finden sich dann schnell Marken, welche sogar komplett vegan produzieren und außerdem auf Tierversuche verzichten.

Wie können vegane Kosmetikmarken erkannt werden?

Wer vegane Kosmetik kaufen möchte, der steht vor dem Problem, dass der Begriff “vegan“ gar nicht gesetzlich geschützt ist. Praktisch können somit auch Artikel als vegan bezeichnet werden, die es eigentlich gar nicht sind. Deshalb sollte sich unbedingt über den Hersteller und nicht nur über das einzelne Produkt informiert werden. Denn viele der Hersteller zeigen auf ihren Websiten offen, nach welchen Richtlinien ihre Produkte produziert werden. Die Firmenpolitik sichert den Verbraucherinnen somit verbindlich zu, dass es sich um vegane Produkte handelt. Besonders wichtig ist, dass darauf geachtet wird, dass sich auch die Zulieferer an diese Richtlinien halten. Ansonsten kann es durchaus der Fall sein, dass zwar das Kosmetikunternehmen auf Tierversuche verzichtet und selbst nur vegane Zusatzstoffe verwendet, allerdings einzelne Komponenten zugekauft werden. Diese sind unter Umständen nicht vegan. In der Vergangenheit haben einige Unternehmen diese Lücke genutzt, um das gute Image werbewirksam einzusetzen.

Wo kann die vegane Kosmetik gekauft werden?

Die vegane Kosmetik ist keinesfalls derart exklusiv und hochpreisig, dass sie in einer herkömmlichen Drogerie nicht zu finden wäre. Hier werden ganze Marken geführt, die nicht nur vegan sind, sondern auch auf Tierversuche verzichten. Auf den Homepages der Drogerieketten kann sich außerdem noch einmal ausführlich über die einzelnen Produkte informiert werden. Jedoch ist auch ein Onlinekauf im Bereich vegane Kosmetik durchaus üblich. Denn online findet sich eine noch größere Auswahl an Produkten. Mittlerweile beschäftigen sich ganze Blogs und Channels damit, diese veganen Kosmetikprodukte zu testen. Es mangelt somit nicht an Information. Es muss sich außerdem niemand Gedanken darüber machen, bei der Kosmetik auf Qualität verzichten zu müssen. Wären die entsprechenden Produkte nicht gekennzeichnet, würden die meisten Verbraucherinnen den Unterschied vermutlich nicht bemerken.

Mit etwas Recherche ist es somit möglich, eine Menge Tierleid zu ersparen!

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