Fair Trade Bio Kleidung

Bei Fair Trade Mode haben viele Menschen leider einige Vorurteile. Dazu gehören vor allem die teuren Kosten, die eingeschränkte Verfügbarkeit und natürlich das typische Öko-Aussehen. Allerdings hat sich bei der Fair Trade Bio Kleidung in den letzten Jahren viel geändert. Sie ist heute äußerlich kaum mehr von der gewöhnlichen Kleidung der großen Modelabels zu unterscheiden und kann relativ günstig erworben werden. So bezahlt der Kunde zum Beispiel für einen Hoodie der Marke Continental Clothing rund 27 Euro, ein vergleichbarer Pullover kostet bei H&M zwischen 20 und 30 Euro. Somit gibt es kaum einen Unterschied beim Preis der Kleidung.

Die Verfügbarkeit und die Biomode-Labels

Auf dem Land ist die Biomode schwer zu finden, in großen Städten gibt es hier und da einige Geschäfte, die die faire Mode verkaufen. Auch in den kleineren Städten nimmt das Angebot an Fair-Trade Kleidung immer weiter zu, da die Nachfrage nach dieser Kleidung steigt. Das Klischee der typischen Öko-Kleidung ist heute mehr als veraltet. So unterscheiden sich die Kleidungsstücke nicht mehr von den aktuellen Trends. Es wird die gesamte Palette der typischen Freizeitmode abgedeckt: von T-Shirts bis zu den Sweatshirts, der Trainingshose und sogar Leggings. Auch Trainingsschuhe und Jeans können nun fair erworben werden.

Wie wird die Biomode produziert?

Bei der Produktion wird sehr stark auf eine faire Produktion geachtet. Dazu gehören nicht nur die Umstände und die Bedingungen, die bei der Produktion stattfinden, sondern auch der Bezug der Materialien, die für die Herstellung eingesetzt werden. So benutzen die typischen Fair Trade Marken zertifizierte Baumwolle, welche zu mindestens 70 Prozent aus Biofasern besteht. Die Produktion erfolgt sozial abgesichert. Das beutetet, dass es keine Kinderarbeit gibt und dass die Menschen feste Löhne erhalten und dabei ihre Existenz sichern können. Neben der gewöhnlichen Kleidung gibt es viele Accessoires, wie zum Beispiel Hüllen für das Smartphone, die aus Kork hergestellt wurden. In diesen finden sich nicht nur natürliche, sondern auch recycelte Materialien wieder, die die Umwelt schonen. Von Natural World gibt es Turnschuhe für Männer und Frauen, die fair hergestellt werden. Bei der Herstellung wird auf chemische Klebstoffe verzichtet, die Teile werden bei der Vulkanisation miteinander verschweißt und bleiben damit zusammen.

Warum sollte man Biokleidung kaufen und diese den gewöhnlichen Marken vorziehen?

Wer Kleidung aus biologischem Anbau und einer fairen Produktion kauft, der unterstützt dabei gezielt die Menschen, die die Kleidung produzieren. Wer bei einer großen Kette kauft, der unterstützt in erster Linie den großen Hersteller und seine Zwischenhändler, die alle am Verkauf etwas verdienen möchten. Beim Fair-Trade Handel geht ein großer Teil des Verkaufspreises direkt an die Herstellungsfirma im Ausland, welche ihre Mitarbeiter dann mit festen Löhnen und Gehältern bezahlt. Kinder können somit in die Schule gehen und müssen nicht arbeiten. Wer also fair einkauft, unterstützt dabei direkt Menschen in Not und sichert ihnen und ihren Familien eine sichere Zukunft. Die Mitarbeiter erhalten Verträge, was in Schwellenländern alles andere als üblich ist. Sie müssen somit nicht jeden Tag Angst um ihre Arbeit haben und können mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen. Außerdem gibt es nur sehr geringe Unterschiede beim Preis zwischen Fair-Trade Kleidung und der Kleidung beim großen Modelabel. Die teureren Artikel befinden sich auf ungefähr dem selben Niveau. Natürlich kann ein großes Modehaus seine Produkte, vor allem die kleinen Basics zu einem günstigeren Preis anbieten. Darunter leidet allerdings auch die Qualität, sodass die Biokleidung qualitativ hochwertiger ist. Sie enthält keine chemischen Zusatzstoffe, die sich eventuell auf die Haut übertragen könnten.

Wo sollte Biokleidung gekauft werden?

Sollte es in der eigenen Stadt kein Biolabel geben, so können Interessenten die Kleidung auch online erwerben. Es gibt auch viele Tauschbörsen, auf welchen bereits getragene Kleidung getauscht werden kann.

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